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Integrationspreis für Hochwald Sprudel

Dienstag, 21. April 2015 – ein Tag wie jeder andere für unseren Mitarbeiter Ingo Spreier. An besagtem Tag stand die Reinigung eines Streufahrzeugs an, eine Tätigkeit, die zu Ingos tagtäglichen Aufgaben gehört. Der damals 53-jährige geriet bei der Reinigung mit seinem rechten Arm in die Salzförderschnecke des Streuaufsatzes, wurde tief in das Gehäuse gezogen und eingeklemmt.

Mehr als zwei Stunden versuchten die Rettungskräfte Ingo Spreier aus der Maschine zu befreien, doch leider ohne Erfolg. Es musste eine folgenschwere Entscheidung getroffen werden, auf die Ingo zu diesem Zeitpunkt schon keinen Einfluss mehr hatte, da er von den Ärzten mit Medikamenten ruhiggestellt wurde. Noch am Unfallort musste ihm der Arm amputiert werden.

Circa ein Jahr nach dem Unfall erhielt Ingo Spreier ein myoelektrisch gesteuertes Prothesensystem, welches ihm eine separate individuelle Fingersteuerung und somit die Bedienung einer Computertastatur, -maus oder das Einsetzen eines Handscanners ermöglichte. Ingo machte schnell Fortschritte bis ihn im Juni 2016 ein weiterer Schicksalsschlag einholte. Ein Herzinfarkt gefolgt von einer Operation setzen ihn weitere vier Monate außer Gefecht.

Ende Oktober 2016 ist es endlich soweit und Ingo ist wieder arbeitsfähig. Dass er seinen Arbeitsweg bei Hochwald Sprudel fortsetzen kann, war für uns von Anfang an klar. Für Ingo wurde ein Gabelstapler speziell auf ihn zugeschnitten und seine Arbeitsabläufe und Tätigkeiten so angepasst, dass er weiterhin in seiner gewohnten Umgebung tätig sein kann.

Für das Engagement, welches wir für unseren langjährigen Mitarbeiter an den Tag legen, wurden wir Anfang 2019 mit dem BGN-Integrationspreis 2019 ausgezeichnet.

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